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Rechtsextremismus Neonazis haben keine Chance in München
Nach der Absage des NPD-Marsches durch München am 1. Juli findet stattdessen ein Straßenfest auf dem Marienplatz statt. Um 11:00 Uhr spricht Christian Ude, Oberbürgermeister von München.
Die für den 1. Juli 2006 angemeldete Demonstration der rechtsextremen "Junge Nationaldemokraten der NPD" auf dem Münchner Marienplatz ist abgesagt worden. Die Jusos Bayern begrüßen die Absage.
"Der starke zivilgesellschaftliche Widerstand hat die NPD wohl abgeschreckt", so Nicole Bormann, stellvertretende Landesvorsitzende und Leiterin des Arbeitskreises gegen Rechts. Diverse Gruppen, unter ihnen auch die Jusos, die SPD und die Gewerkschaften hatten Widerstand gegen den Nazi-Aufmasch angekündigt.
In einer Pressemitteilung der Stadt München äußert sich auch SPD-Oberbürgermeister Christian Ude: "Offensichtlich haben die Neonazis einsehen müssen, dass ein brauner Spuk in dieser Stadt unerwünscht ist und Neonazis keine Chance auf zustimmende Resonanz haben. Der Marsch der Rechtsextremen wäre im Schatten einer eindrucksvollen Protestkundgebung gestanden, an der sich das gesamte demokratische Spektrum der Stadtgesellschaft beteiligt und neben dem sich ein Aufzug angereister Skinheads armselig ausnimmt. Dieses Bild des Jammers wollte sich die NPD während der starken Medienpräsenz dieser Wochen offensichtlich ersparen. Ich danke ausdrücklich den Veranstaltern und allen Unterstützern der Protestkundgebung, dass sie gemeinsam diesen Erfolg herbeigeführt haben. Das Bündnis für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat, in dem Kirchen und Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände und Jugendorganisationen sowie Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten, hat neuerlich seine Wirksamkeit bewiesen."
Die Veranstalter der Protestkundgebung und die unterstützenden Bündnisse wollen am Donnerstag klären, ob die Protestkundgebung, an der zunächst vorsorglich festgehalten wird, in ein Fest umgewandelt werden soll oder entfallen kann.
Doch von Entwarnung kann trotz der Absage keine Rede sein. Als neuer Termin für den Aufmarsch der NPD in München wurde bereits der 19. August angemeldet. Zeitgleich findet in Wunsiedel alljährlich der Marsch der Neonazis zum Todestag Rudolf Hess statt. Sicherlich wird München auch auf diesen Spuk eine angemessene Antwort finden. Jusos-Bayern.de hält euch auf dem Laufenden.
Ergänzung:
Das Bündnis gegen den Naziaufmarsch feiert am Samstag, den 1.7.06 am Marienplatz statt der Demonstration ein Fest. Um 11:00 Uhr spricht hierbei Christian Ude, der Oberbürgermeister von München.
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